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AGENTIC COMMERCE: WARUM PRODUKTDATEN ZUR WICHTIGSTEN WÄHRUNG IM E-COMMERCE WERDEN
Von NETFORMIC
| 29.06.2026
Die Art, wie Menschen online einkaufen, verändert sich rasant. Mit ChatGPT, Gemini und anderen KI-Systemen entsteht eine neue Form der Customer Journey: KI-Agenten übernehmen die Produktsuche, vergleichen Angebote und begleiten zunehmend den gesamten Kaufprozess. Diese Entwicklung wird unter dem Begriff Agentic Commerce zusammengefasst und stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Denn künftig reicht es nicht mehr aus, Produkte für Suchmaschinen zu optimieren – sie müssen auch für KI-Systeme verständlich und nutzbar sein. Welche technologischen Grundlagen dafür notwendig sind und welche Erkenntnisse sich aus der Transformation unseres Kunden MEGABAD ableiten lassen, zeigen wir in diesem Beitrag.
WARUM AGENTIC COMMERCE DEN E-COMMERCE GRUNDLEGEND VERÄNDERT
Noch vor wenigen Jahren verlief nahezu jede Customer Journey nach demselben Muster:
Google → Shop → Warenkorb → Checkout.
Mit generativer KI verändert sich dieser Ablauf grundlegend. Große Sprachmodelle wie ChatGPT oder Gemini beantworten Suchanfragen direkt, vergleichen Produkte und liefern Empfehlungen, ohne dass Nutzer mehrere Webseiten besuchen müssen.
Der nächste Entwicklungsschritt geht noch weiter: Agentic Commerce. Hier übernehmen autonome KI-Agenten eigenständig Aufgaben wie die Produktsuche, den Vergleich technischer Eigenschaften, die Angebotsrecherche oder perspektivisch sogar den gesamten Kaufprozess.
Der Nutzer formuliert lediglich sein Ziel:
„Finde eine hochwertige Duscharmatur bis 300 Euro und bestelle sie beim besten Anbieter.“
Die eigentliche Customer Journey findet anschließend zwischen KI-Systemen und Commerce-Plattformen statt. Für Unternehmen bedeutet das einen grundlegenden Wandel. Entscheidend ist künftig nicht mehr nur die Sichtbarkeit in Suchmaschinen, sondern ob Produkte von KI-Systemen gefunden, verstanden und empfohlen werden können. Die klassische Suchmaschinenoptimierung entwickelt sich damit zu einer neuen Disziplin:
AI Visibility.
Google → Shop → Warenkorb → Checkout.
Mit generativer KI verändert sich dieser Ablauf grundlegend. Große Sprachmodelle wie ChatGPT oder Gemini beantworten Suchanfragen direkt, vergleichen Produkte und liefern Empfehlungen, ohne dass Nutzer mehrere Webseiten besuchen müssen.
Der nächste Entwicklungsschritt geht noch weiter: Agentic Commerce. Hier übernehmen autonome KI-Agenten eigenständig Aufgaben wie die Produktsuche, den Vergleich technischer Eigenschaften, die Angebotsrecherche oder perspektivisch sogar den gesamten Kaufprozess.
Der Nutzer formuliert lediglich sein Ziel:
„Finde eine hochwertige Duscharmatur bis 300 Euro und bestelle sie beim besten Anbieter.“
Die eigentliche Customer Journey findet anschließend zwischen KI-Systemen und Commerce-Plattformen statt. Für Unternehmen bedeutet das einen grundlegenden Wandel. Entscheidend ist künftig nicht mehr nur die Sichtbarkeit in Suchmaschinen, sondern ob Produkte von KI-Systemen gefunden, verstanden und empfohlen werden können. Die klassische Suchmaschinenoptimierung entwickelt sich damit zu einer neuen Disziplin:
AI Visibility.
EXPERTENTIPP
DIE WICHTIGSTE ERKENNTNIS
"Agentic Commerce beginnt nicht mit künstlicher Intelligenz, sondern mit einer belastbaren Datenbasis. Unternehmen, die auf strukturierte Produktdaten, ein zentrales PIM und moderne Commerce-Architekturen setzen, schaffen die Voraussetzungen dafür, dass ihre Produkte künftig von KI-Systemen gefunden, verstanden und empfohlen werden."
Uli Häfele, Head of Process Consulting, NETFORMIC GmbH
Uli Häfele, Head of Process Consulting, NETFORMIC GmbH
DIE GRUNDLAGE FÜR AGENTIC COMMERCE:
DATEN STATT KI
Viele Unternehmen beschäftigen sich derzeit mit der Frage, welche KI sie künftig einsetzen sollten. Tatsächlich beginnt Agentic Commerce jedoch nicht bei der KI, sondern bei der Qualität der Daten und der zugrunde liegenden Systemarchitektur.
Damit KI-Agenten Produkte zuverlässig verstehen und vergleichen können, benötigen sie:
Ebenso entscheidend ist die technische Grundlage. Moderne Commerce-Plattformen benötigen eine Architektur, in der Produktinformationen zentral gepflegt und über standardisierte Schnittstellen verteilt werden können. Dazu gehören insbesondere:
Damit KI-Agenten Produkte zuverlässig verstehen und vergleichen können, benötigen sie:
- strukturierte Produktattribute
- vollständige technische Informationen
- Beziehungen zwischen Produkten
- hochwertige Medien
- standardisierte Datenmodelle wie Schema.org
Ebenso entscheidend ist die technische Grundlage. Moderne Commerce-Plattformen benötigen eine Architektur, in der Produktinformationen zentral gepflegt und über standardisierte Schnittstellen verteilt werden können. Dazu gehören insbesondere:
- eine Single Source of Truth
- ein leistungsfähiges Product Information Management (PIM)
- cloud-native Systeme
- eine API-first-Architektur
- Digital Asset Management (DAM)
- konsistente Datenflüsse
PRAXISBEISPIEL MEGABAD:
GRUNDLAGE FÜR AGENTIC COMMERCE
Wie diese Transformation in der Praxis aussehen kann, zeigte unser Kunde MEGABAD auf unserem Experience Day und auf der K5.
Aus einer historisch gewachsenen IT-Landschaft entstand Schritt für Schritt eine moderne Commerce-Plattform mit:
Aus einer historisch gewachsenen IT-Landschaft entstand Schritt für Schritt eine moderne Commerce-Plattform mit:
- cloud-nativer Architektur
- einem zentralen PIM als Single Source of Truth
- klar definierten API-Schnittstellen
- strukturierter Datenhaltung
- modernen Such- und Asset-Systemen
Diese technologische Modernisierung verfolgte ein klares Ziel: Produktdaten zentral zu verwalten, konsistent bereitzustellen und für alle relevanten Systeme nutzbar zu machen. Genau diese Datenbasis ist die Voraussetzung dafür, dass KI-Agenten künftig zuverlässig auf Produktinformationen zugreifen und diese interpretieren können.
„PIM ist kein IT-Projekt mehr – es ist zentraler Bestandteil des Unternehmens.“
Stefan Beyler, CTO, MEGABAD
Die Aussage bringt den Wandel auf den Punkt: Ein Product Information Management dient heute nicht mehr ausschließlich der Datenpflege. Es entwickelt sich zum strategischen Fundament moderner Commerce-Plattformen und verbindet Shops, Marktplätze, Suchmaschinen und zukünftig auch KI-Systeme über eine gemeinsame, konsistente Datenbasis.
Die wichtigste Erkenntnis aus dem Transformationsprozess: Nicht die Einführung einer KI war der erste Schritt – sondern die Schaffung einer belastbaren Daten- und Systemarchitektur. Erst auf dieser Grundlage können Unternehmen das Potenzial von Agentic Commerce langfristig ausschöpfen.
DREI EMPFEHLUNGEN FÜR UNTERNEHMEN
Wer sich heute auf Agentic Commerce vorbereiten möchte, sollte nicht bei KI-Tools beginnen, sondern bei den eigenen Daten und Prozessen.
- Produktdaten standardisieren
Strukturierte, vollständige und qualitativ hochwertige Produktdaten bilden die Grundlage für jede KI-gestützte Customer Journey.
- Eine Single Source of Truth schaffen
Ein zentrales PIM sorgt dafür, dass Produktinformationen konsistent gepflegt und automatisiert an alle relevanten Kanäle ausgespielt werden können.
- Moderne Commerce-Architekturen aufbauen
Cloud-native Systeme, API-first-Ansätze und klar definierte Datenflüsse schaffen die technische Basis für zukünftige KI-Anwendungen und erhöhen gleichzeitig Skalierbarkeit, Effizienz und Flexibilität.
FAZIT: AGENTIC COMMERCE BEGINNT MIT DATEN, NICHT MIT KI
Agentic Commerce ist keine Zukunftsvision mehr – die Entwicklung hat bereits begonnen. Die entscheidende Frage lautet nicht, welche KI Unternehmen künftig einsetzen, sondern ob ihre Daten und Systeme bereits darauf vorbereitet sind.
Die Erfahrungen aus der Transformation von MEGABAD zeigen, dass strukturierte Produktdaten, moderne Commerce-Architekturen und ein leistungsfähiges PIM die eigentlichen Erfolgsfaktoren sind. Wer diese Grundlagen heute schafft, erhöht die Chance, dass Produkte künftig nicht nur von Menschen, sondern auch von KI-Agenten gefunden, verstanden und empfohlen werden.
Die Erfahrungen aus der Transformation von MEGABAD zeigen, dass strukturierte Produktdaten, moderne Commerce-Architekturen und ein leistungsfähiges PIM die eigentlichen Erfolgsfaktoren sind. Wer diese Grundlagen heute schafft, erhöht die Chance, dass Produkte künftig nicht nur von Menschen, sondern auch von KI-Agenten gefunden, verstanden und empfohlen werden.